ACIPSS-Forscher Dr. Florian Hartleb warnt in einem aktuellen Beitrag auf t-online.de vor einer oft unterschätzten Entwicklung: Radikalisierung von Jugendlichen verlagert sich immer stärker in den digitalen Raum. Rekrutierung, Identitätsbildung und Eskalation passieren über Plattformen, Online-Communities und Subkulturen – häufig getarnt als scheinbar harmloser oder „edgy“ Content.
Aktuelle Ermittlungen zeigen zudem, dass sehr junge Beschuldigte deutlich früher in extremistische Netzwerke geraten können, als viele Erwachsene annehmen. Hartlebs zentrale Botschaft: Prävention beginnt nicht erst bei Strafverfahren, sondern viel früher – im digitalen Alltag junger Menschen.
Wichtige Ansatzpunkte sind digitale Resilienz, besser ausgestattete Schulen, mehr Orientierung für Eltern im Umgang mit Plattformkulturen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Jugendhilfe, Plattformen und Sicherheitsbehörden.
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