Die Austrian Maritime Conference an der Universität Graz brachte Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und dem Sicherheitsbereich zusammen, um über Österreichs maritime Interessen und Abhängigkeiten zu diskutieren.
Knapp neun Monate nach der Konferenz möchte sich das Veranstaltungsteam noch einmal herzlich bei allen Vortragenden, Teilnehmenden sowie Sponsoren und Partnerorganisationen für ihre Beiträge und die engagierten Diskussionen bedanken. Die Konferenz lieferte zahlreiche Impulse für künftige Projekte und leistete einen wichtigen Beitrag zum österreichischen Diskurs über maritime Fragen.
Maritime Themen gewinnen weiter an Bedeutung
Seit der Konferenz hat die maritime Dimension auch politisch weiter an Bedeutung gewonnen: Österreich hat das Hochseeschutzabkommen BBNJ ratifiziert, seine Beteiligung an EUNAVFOR ASPIDES und EUNAVFOR MED IRINI verlängert und im UN-Sicherheitsrat erneut zur maritimen Sicherheit Stellung bezogen.
Diese Entwicklungen unterstreichen, dass maritime Sicherheit, der Schutz der Meere und internationale maritime Abhängigkeiten auch für einen Binnenstaat wie Österreich von unmittelbarer politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Bedeutung sind.
Konferenzbericht und weiterführende Publikationen
Ein Bericht zur Austrian Maritime Conference ist in der aktuellen Ausgabe des JIPSS (Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies) erschienen und steht hier zum Download bereit:
Die deutsche und englische Fassung des Pantier Reports „Österreich im maritimen Jahrhundert“ bieten einen umfassenderen Überblick über Österreichs maritime Interessen und Abhängigkeiten:
Darüber hinaus sind mehrere Beiträge zur Konferenz und zu Österreichs maritimen Interessen erschienen:
- Österreich braucht eine Meeresstrategie – Austrian Maritime Conference 2025
- Austrian Maritime Conference: Maritime Sicherheit und strategische Abhängigkeiten im Fokus (Paywall)
- Sebastian Bruns: „Auch Österreich hat maritime Interessen“
Oceans Hub Österreich als nächster Schritt
Wie bereits bei der Konferenz diskutiert, sieht das Veranstaltungsteam den Aufbau eines „Oceans Hub Österreich“, wie er auch im interministeriellen Aktionsplan „Wasser & Gewässer schützen und wiederherstellen“ vorgesehen ist (S. 31), als wichtigen nächsten Schritt.
Ein solcher Hub könnte die maritime Community in Österreich besser vernetzen, den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft stärken und die Grundlage dafür schaffen, Veranstaltungen wie die Austrian Maritime Conference regelmäßig durchzuführen.
Das Veranstaltungsteam freut sich über Hinweise, Ideen und Interesse an einer gemeinsamen Umsetzung dieser Vision. Damit ließen sich sowohl Österreichs maritime Interessen als auch die Perspektiven von Binnenstaaten auf europäischer und globaler Ebene stärken. Österreichs bevorstehender Sitz im UN-Sicherheitsrat 2027/28 bietet dafür eine besondere Chance.
Dank an unsere Sponsoren und Partner
Besonderer Dank gilt der Österreichischen Gesellschaft für Landesverteidigung Steiermark als Hauptsponsorin sowie allen weiteren Sponsoren und Partnern, insbesondere:
- der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz
- dem Defence Horizon Journal
- dem Land Steiermark
- Tourismus Steiermark
- Seen Blue Conservation
- der Stadt Graz
- Sicher Leben
- JPI Oceans
Da die Konferenz in der Freizeit des Veranstaltungsteams und ohne Grundfinanzierung organisiert wurde, war diese Unterstützung für ihre Durchführung entscheidend.
Das Veranstaltungsteam freut sich über Feedback, Vorschläge für künftige Veranstaltungen und mögliche Kooperationen.
You may also like
-
Dr. Stöhs mit peer-reviewtem Artikel zum europäischen Engagement im Indo-Pazifik
-
Dieter Bacher und Paul Schliefsteiner zur Rolle Wiens als Stadt der Spionage im slowakischen Fernsehen
-
Paul Schliefsteiner zu Gast in der Ö1 Science Arena
-
Teenagerterrorismus – wenn Radikalisierung im Kinderzimmer beginnt
-
Staatssekretär Jörg Leichtfried zu Besuch bei ACIPSS